Vancouver

West Indian Summer – Vancouvers roter Herbstmantel

Maple Blatt Indian Summer

West Indian Summer – Vancouvers roter Herbstmantel

Der Herbst ist für mich eine ganz besondere Jahreszeit – mein Geburtstag, letzte Sonnenstrahlen, die Monate vor Weihnachten und der wohlriechende Duft von Laub.

Zu dieser Jahreszeit verfärbt sich nicht nur in Europa das Laub der Bäume, auch im südlichen Nordamerika setzt das einzigartige Farbenspiel Ende September ein. Die atemberaubenden kräftigen Rot – Gelbtöne, erinnern an die Nationalflagge Kanadas. Das Spektakel wird durch die sehr kalten Nächte und doch mild – warmen Tage hervorgerufen. In Kanada und Nordamerika bestehen die Wälder vornehmlich aus diversen Ahornarten, wie dem „Red Maple“ oder dem „Silber Maple“. Aber auch verschiedene Arten von Eichen, wie der „Scarlet Oak“ oder der „Northern Red Oak“, begünstigen die Verfärbung der Traumlandschaft.

 

Breathtaking #UBC #vancouver #vancouverfall

Ein von Arron Lam (@arronlam) gepostetes Foto am

Bärenblut und die Jagd der Indianer

Indian Summer – Darüber, woher die über 350 Jahre alte Bezeichnung für die einhergehende Jahreszeit kommt, ist man sich bis heute nicht einig. Eine von vielen historischen Theorien ist indianischer Herkunft. Man erzählt sich, dass die indianischen Stämme Kanadas sich einst zusammenfanden und die jährliche Jagdsaison gemeinsam feierte. Durch das ungewöhnlich milde Klima in den Monaten September und Oktober, lockt die warme Sonne vermehrt Wildtiere aus ihren Verstecken, um sich noch vor den kalten Wintermonaten etwas Speck anzufressen. Dies machten sich die Jäger der Stämme zu Nutze, und legten für den nahenden Winter einen Fleischvorrat an. Ein indianischer Mythos besagt, dass einst jedes Jahr die erfahrensten und stärksten Krieger eines Indianer Stammes losgeschickt wurden, um einen Bären mit magischen Kräften zu fangen und zu töten. Sie verfolgten den Bären, der fliegen konnte, bis in den Himmel, um ihn dort zu erlegen. Nach einem langen Kampf siegten sie über das wilde Tier. Das Blut des Bären ergoss sich dann über das geheiligte Land, und färbte Wälder und Laub in Rot. Ein Mythos, der jedes Jahr Anfang Oktober auch in Vancouver zum Indian Summer Einzug hält. Wie sich die Stadt am Pazifik in Ihren Herbstmantel hüllt, ist an den verschiedensten Ecken der Stadt zu bestaunen. Pack dich also warm ein, genieß die letzten Sonnenstrahlen und begib dich mit uns und einem „Pumpkin Spice Latte“, zu den einzigartigen Orten, die der Herbst in ein feuerrot taucht.  

 

Fall Foliage Vancouver

In Vancouver ist das herbstliche Farbenspektakel auch einfach unter „fall foliage“, dt. „Herbstlaub“, bekannt. So zieht es uns in den abendlichen Stunden in den Stanley Park. Das Licht, kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor dem Sonnenuntergang, lässt das Rot und Gelb der Bäume noch kräftiger erscheinen.

Die Bäume entlang des Stanley Park Seawalls werden dadurch noch toller. Die fantastisch gefärbten Äste der großen Ahornbäume und Eichen, hängen an vielen Teilen über dem Weg – ein wirklich schöner, nahezu romantischer Anblick. Folgt man dem Seawalk entlang der südlichen Seite Richtung English Bay, so stößt man auf ein Stück Vancouver Architektur Erbe. Das 1912 vom aus Seattle stammenden Architekten Mr. W.P. Whitem Sylvia Hotel, ist mit seinen 120 Räumen ein sehr kleines Hotel – jedoch mit atemberaubender Lage. Das Hotel ist Heimat der ersten Cocktailbar in Vancouver und ist in einen Mantel aus selbstkletternden Jungfernrebe gehüllt. Ein Mauerwein, der sich im Herbst knallrot färbt und die Fassade des Hotels somit einzigartig macht. Ein Anblick, den sich keiner entgehen lassen darf, und für Einwohner Vancouvers der erste Vorbote des Herbstes ist.

  I never get tired of looking at this building #vancouver #westend #ivy #heritagebuilding #thesylviahotel #toobadiheartheservicesucks   Ein von Kimberly Leonard (@kimberlyaleonard) gepostetes Foto am

Im westlichen Teil Nordamerikas nennt man die „Laubtouristen“ liebevoll „Leaf Peepern“.
Auch die Nachbarschaft im Stadtteil Kitsilano könnte für Laubtouristen einige wundervolle Straßen bieten. Wer der 6th Avenue folgt, wird durch eine dicht bewachsende Straße kommen. Hier markieren alte Eichen die Ränder der Straßen. Ein tolles farbiges Bild im Herbst. Der Stadtpark dieser Gegend, der „Connaught Park“, ist der Sportmittelpunkt einer ganzen Nachbarschaft. Hier trifft man sich zum Softball, Rugby, aber auch zum Kicken mit dem Fußball. Der Park ist umgeben von tollen alten Eichen, die hier 1921 gepflanzt wurden. Parallel zum Park verlaufen in nördlicher Richtung, die 10th Ave und die 8th, die eindeutig zu meinen Lieblings Straßen gehörten. Zum westlichen Teil Vancouvers gehört auch West Point Grey. Ein unaufgeregter Stadtteil Vancouvers, durch den es viele Studenten auf dem Weg zur Universität zieht. Folgt man dem „NW Marine Drive“ entlang des nördlichen Küstenrandes zur „University of British Columbia“, kommt man vorbei am „Spanish Banks Beach Park“, der vor allem auch bei Hundebesitzern beliebt ist. Hier kann man, ob mit Tier oder ohne, traumhafte Herbstspaziergänge machen – einzigartiger Blick auf das Burrard Inlet inklusive.

Zu meinen Lieblingsorten im zurückliegenden Sommer, gehören eindeutig der „VanDusen Botanical Garden“ und der „Queen Elisabeth Park“. Der liebevoll angelegte botanische Garten der Stadt, einst ein Golf Platz, gehört mit seinen 22 Hektar Land – das sind fast 31 Fußballfelder, zu den größten des Landes. Eine gigantische Fläche Land, mit bis zu 255.000 verschiedenen Pflanzen – die ihre Besucher durch verschiedene Vegetationstypen führt. Hier im Herbst durch den Park zu spazieren, ist einzigartig und atemberaubend. So viele verschiedene Farben gibt es nirgends in Vancity!
Nur wenige Gehminuten vom botanischen Garten entfernt, liegt der königliche „Queen Elizabeth Park“. Von Downtown sind es 6 Kilometer – mit dem Auto also schnell erreicht. Der auf einer Anhöhe liegende Park, hat neben einer tollen Pflanzenvielfalt auch das „Bloedel Floral Conservatory“ zu bieten. Kanadas erstes Gewächshaus, und dem Fun Fact: Hier wurden einige Szenen der bekannten Fernsehserie Stargate gedreht!

Conservatory

Urheber, Alina Ehlers „Bloedel Floral Conservatory

North Vancouver – Roter Bergfuß

Natürlich spielt sich nicht nur im Westen Vancouvers ein Farbentanz ab – so hat auch der Norden Vancouvers einzigartige Ausblicke auf den Indian Summer zu bieten. Für einen tollen Ausblick muss man nicht bis auf den Hausberg Grouse Mountain fahren, vom „Cypress Hill Platteu“ hat man schon einen tollen Ausblick auf die Farbe des Nordens. Der beliebte Touristen Aussichtspunkt, gelegen auf der Cypress Bowl Road, gibt einen tollen Overview über das von Meeresarmen umgebene Vancouver Downtown. Hier gibt es auch diverse Wanderrouten, bis hinunter zum Capilano River und dem Canyon.

Ganz egal wo man sich in den Herbstmonaten aufhält, in Vancouver findet sich an jeder Ecke ein Blatt Indian Summer.

Hiked grouse for the first time today! #grousegrind #grousemountain #getoutside #pnw #westcoastbestcoast #hiking #beautifulbc

Ein von Ellen Sigurdson (@ellsigurdson) gepostetes Foto am

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1 Kommentar

  • Reply
    Sophie
    Oktober 19, 2015 at 8:33 am

    Hallo Du,

    super Beitrag! Tolle Bilder, da wünscht man sich doch am Liebsten rüber! Hier bei uns im Süden verfärben sich langsam auch die Blätter, echt traumhaft!

    Viel Spaß weiter,

    Sophie

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