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Vansecret: White Rock – Oasen der Einheimischen

White Rock, British Columbia

Vansecret: White Rock – Die geheimen Oasen der Einheimischen

In dieser Reportagen Reihe von Vansecret, widmen wir uns besonderen Orten, Plätzen denen bisweilen nicht allzu viel Aufmerksamkeit zuteilwurde. Ihre Existenz ist in Reiseführern kaum oder gar dokumentiert ist und doch bestechen sie in ihrer Einzigartigkeit und sollten von jedem Vancouver Träumer mal besucht werden. In „Die geheimen Oasen der Einheimischen“ geht es genau um diese.

Vancouver besitzt viele Orte, an die es Vancouvertites zieht, um dem Großstadtrubel zu entfliehen. Obgleich man Momente der Zweisamkeit genießt oder einfach raus zum Nachdenken fährt. White Rock, eine kleine Hafenstadt 30 Kilometer südlich von Vancouver, ist einer dieser wunderbar romantischen Orte.
Die Stadt an der Küste der Semiahmoo Bay gehört zu den Suburbs Vancouvers und ist an drei Seiten vom Stadtteil Surrey umschlossen. Das Gebiet grenzt im Süden mit der Stayte Road an das Semiahmoo Indianer Reservat an. Einem Ureinwohnerstamm, deren Gruppierungen von den Lummni und Samish Stämmen abstammen.

Eine Besonderheit des Gebietes um das Städtchen White Rock ist das gemäßigte Klima, mit 23 Grad im Sommer und durchschnittlich 6 im Winter beliebes Ausflugsziel. Viele Piloten, die das Gebiet überfliegen sprechen von einem „Loch im Himmel“, so ist White Rock meist sonnig, währen der Rest des Lower Mainland bewölkt sein kann. Das besondere konstante Klima macht es aber auch beliebt als Ziel für Tagestrips.

Semiahmoo First Nations – steinerne Geschichte

Den Namen hat die Stadt einem markanten weißen Stein zu verdanken, einfallsreicher Name inklusive. Ein weißer Findling, 486 Tonnen schwer, der während der Eiszeit südlich am Strand seinen Platz fand. Im Ursprung nutzten Seeleute ihn als Orientierung zum Navigieren. Einer Legende nach, markiert der Weiße Stein den Landeplatz eines Steines, den ein junger Stammeshäuptling der Küsten Salish über das Wasser schleuderte. Dort wo der Stein landete, sollten er und seine Frau fortan leben. Ihre Nachfahren wurden zu den Semiahmoo First Nations. Heute wird der Stein von der Stadt regelmäßig weiß gestrichen und als Wahrzeichen der Stadt erhalten.

Ein von Jonas (@schmidtyjo) gepostetes Foto am

White Rock ist die letzte Stadt vor der Grenze zu Amerika, und wird heute noch als ein wichtiger Eisenbahnverbindungsknoten zwischen British Columbia und Washington State genutzt – nur in White Rock selbst hält der Amtrak zwischen Vancouver und Seattle nicht. Die Bahntrassen verlaufen unweit der Strandpromenade und gehören der BNSF Railway. Am Grenzübergang selbst steht ein wunderschöner Peace Arch, ein steinernes Monument als symbolisches Tor nach Amerika. Der Grenzübergang gehört zu einen der bestfrequentierten des ganzen Landes.

Die Stadt White Rock stand über die Jahrzehnte im wirtschaftlichen Wandel, der Immobilienboom ließ die Stadt wachsen und viele Familien, wie junge Arbeitssuchende zuziehen. Der Bau der „The Semiahmoo Mall“ ließ White Rock zu einer „Bedroom“ Stadt wachsen, noch heute ist sie ein beliebter Wohnort in den Suburbs von Vancouver. Längst unter Senioren British Columbia´s als erschwinglicher Ort des Verweilens bekannt und für viele auch ein letzter Wohnort.

Die Gegend um Vancouver ist beliebt unter Filmschaffenden und Künstlern. Die Filmindustrie hat schon lange ein Auge auf die einzigartige atemberaubende Landschaft British Columbias geworfen. So wurde in White Rock 2007 der Independent Film „Juno“ von Regisseur Jason Reitman gefilmt. Ein Kanadisch-amerikanisches Comedy Drama. Auch die bekannte Detektiv Serie „Psych“ spielt in White Rock, dem kanadischen Santa Babara. „The USA Network“ nutz für ihre Produktionen viele Orte in Vancouver und dem Lower Mainland Vancouvers.

Im Juli findet hier einer der beliebtesten Radrennen des Bundesstaates statt. Die „Tour de White Rock“ erfreut sich einer zahlreichen lokalen Beteiligung und ist 2005 erstmals Teil der „Canadian Cycling Association“ Events gewesen. Aber auch das jährlich im August statt findenden „Spirit oft the Sea Festival“ am White Rock Strand ist mit dem Polar Bear Swim Day. An diesem Tag, jährlich zum ersten Tag des Jahres, finden sich hunderte Menschen zusammen, um gemeinsam in der Bucht schwimmen zu gehen – eisige Angelegenheit!

White Rock – eine wahre Oase

Während meiner Stunden in White Rock hat es mir der Steg am Memorial Park am meisten angetan. Der hölzerne Steg ragt gut 45 Meter in die Bucht hinaus, und vermittelt genau dieses eine Gefühl der Stadt. Verschlafene kleine Hafenstadt, mit nordamerikanischen Flair – am Ende des Stegs ankern einige Segelboote und Kutter, wie aus einem tollen Film liegt die Stadt hinter der White Rock Promenade.

Neben diversen Wassersportaktivitäten wie Kajaken oder Standup – Paddeln, ist der Strand auch unter Sandburgenbauern beliebt, die dort ihre Meisterwerke errichten. Der besonderen Atmosphäre der Stadt sind einige lokale Künstlergrößen zu verdanken. Interessierte können sich im Oberen Stadtgebiet in der „White Rock Art Gallery“ von ihren Kunstwerken überzeugen. Auch das neue „Coast Capital Theatre Playhouse“ ist sehenswert.

Was natürlich in einer Oase nicht fehlen darf, ist das Essen. Entlang des Marine Drive, der Hauptstraße an der Strandpromenade tummeln sich von Italiener bis hin zum klassischen Fish n´ Ships. Das Beste in der Stadt bekommt ihr im „Moby´s Dick“ und Steak gibt es im „Pearl on the Rock“

Aber auch der Reisende, der auf der Suche nach weiteren sportlichen Aktivitäten ist, wird unweit von White Rock fündig. Hier gibt es eine Vielzahl an Golf Plätzen, die das Jahr über geöffnet sind. Einer der bekanntesten ist der „Peace Portal Golf Course“. Umgeben von jahrhundertalten Tannen und Naturgras.

Es sind die Palmen in den Vorgärten, die kanadischen Flaggen an auf den weißen Strandhäusern, die Nähe zum Wasser, der Blick auf Mt. Baker und der San Juan Insel in Washington State – die dieses kleine verschlafene Städtchen so einmalig machen und zur Ruheoase im Speckmantel Vancouvers machen – White Rock, British Columbia.

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