Vancouver

Stanley Park – Die grüne Lunge der Stadt

Lions Gate Bridge

Stanley Park – Die grüne Lunge der Stadt

Vancouvers Naturverbundenheit lässt sich an jeder Ecke der Stadt wahrlich spüren – das viele Grün schafft ein einzigartiges Stadtklima und macht die Stadt am Pazifik so besonders. Am westlichen Ende von Downtown, erschließt sich der 400 Hektar große Stanley Park – Vancouvers grüne Lunge und Gelegenheit für eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten. Dazu kommt das größte Aquarium Kanadas und Strände mit Blick auf den Pazifik.
Der Park ist für viele Einheimische im Sommer der Hotspot schlechthin. Ganz egal ob man auf der Suche nach einem Platz am Strand ist, eine Radtour machen will oder einfach nur den gut
28 Km langen Seawalk entlang spazieren will – die grüne Oase der Stadt hat für jeden etwas zu bieten.

Sunset flight over #StanleyPark #Vancouver

Ein von Instagram Vancouver (@instagramvancouver) gepostetes Foto am

Stanley Park ist die Heimat jahrhundertealter Douglasien und Rotzedern. Mächtige und imposante Bäume, zwischen denen sich ein kilometerlanges Netz an Wanderwegen wie Adern erstreckt. Historische Aufzeichnungen über die Entstehung des Parks, sprechen von seiner Bedeutung als Not-Rohstofflager für große, im Hafen anlegende Segelschiffe. Deswegen blieb dieses Stück Natur nahezu unberührt. Der West Coast Regenwald, gelegen auf einer Halbinsel, ist in wenigen Minuten von Downtown zu erreichen – ganz egal ob mit dem Rad zu Fuß oder per Bus. Der erste Ort an den es mich nach meiner Ankunft in Vancouver zog, war der Prospect Point. Einer der ältesten Aussichtspunkte der Stadt. Die Aussicht von hier ist etwas Besonderes, denn er ermöglicht einen ersten Blick auf den Hausberg Grouse Mountain und die Lions Gate Bridge zur Rechten. Hier wurde 1889 die Aussichtsplattform gebaut und eröffnet. Für den Hunger zur Mittagszeit gibt es ein dazugehöriges Prospect Restaurant – was aber ordentlich gepfefferte Preise hat, von daher zwar ein „Nice to Have“, aber auch nicht mehr.

Prospect Point Blick auf die Lions Gate Bridge

Bild Urheber, Finn Markson – Prospect Point

Der Fisch im Wald

Das bereits erwähnte Vancouver Aquarium ist mit seinen 9000 Quadratmetern, das größte seiner Art in Kanada und das drittgrößte Nordamerikas – ein Magnet für unzählige Touristen. Das 1956 im Stanley Park eröffnete Aquarium hat das ganze Jahr über geöffnet und setzt sich stark für den Schutz der Tiere und Erhalt der Arten ein. Ein Engagement, was sich wirklich in der Art und Aufbereitung der Meeres Thematik im Aquarium erkennen lässt. So gibt es regelmäßige Benefizveranstaltung, wie die „Night at the Aquarium“, bei der Spenden für laufende Engagements der Einrichtung in einem einmalig schönen Unterwasser Ambiente gesammelt werden. Zudem haben sie eine Vielzahl an aktiven „Research Programmen“. Gerade im naheliegenden Whytecliff Park, einem Küstenarm in der Nähe West Vancouver, wird eine große Anzahl an Forschung betrieben – in enger Zusammenarbeit mit freiwilligen Studenten Vancouvers. Es lohnt sich auch auf der offiziellen Seite des Aquariums, nach anstehenden Veranstaltungen zu suchen. Die interaktive Begegnung mit dem Tier steht immer im Vordergrund.

Nutz also die Chance einen Blick hinter die Kulissen des „Max Bell Marine Mammal Centre“ zu werfen und einen einmaligen Kontakt zu den Delphinen oder Belugas des Aquariums zu bekommen. Vancouvers Aquarium lässt seine Gäste in die Ozeane der Welt eintauchen und ist ein einmaliges Erlebnis für die ganze Familie. Die Welten der Einrichtung sind ähnlich wie in anderen Aquarien strukturiert Dazu kommen nachgebaute Lebensräume der Küste von British Columbia und den nordarktischen Gewässern Kanadas. Für einen Tagesausflug also sehr zu empfehlen, besonders die drolligen Pinguine waren klasse. Zu den Preisen: für Studenten gibt es mit gültigem Studentenausweis ein Tagesticket für 20 CAD Dollar zu haben, Kinder zwischen 4 und 12 kommen für 15 Dollar rein, Erwachsene müssen mit 29$ rechnen, meiner Meinung nach aber voll und ganz dem tollen Angebot angemessen! (Öffnungszeiten: 10 Uhr – 17 Uhr tgl. und Saisonal bedingte Öffnung 9:30 – 18 Uhr)

„People Amongst the People“ – historische Klasse

Lord Frederick Stanley, der General Gouverneur von Vancouver 1888, eröffnete den Park am 27. September im genannten Jahr und legte damit einen ersten Grundstein, für die Verbundenheit der Stadt mit der Natur. Das bis heute zuständige Amt für Park und Grünanlagen, setzt Anlagen in der ganzen Stadt um und verwaltet diese. Ursprünglich war der Stanley Park Heimat der Squamisch, ein First Nation Stamm des Südwestens British Columbias, bis er dann im späten 18. Jahrhunderts zur Oase der Stadt wurde. Noch heute lassen sich vereinzelnd die historische Ursprünge erkennen. Am Brockton Point – Besucher Zentrum, wird man von einem Tor der „Coast Salish“ People empfangen. Die in Rotzedern geschnitzte Kunst, ist noch nicht so alt, dennoch ein Stück First Nation Geschichte. Zu der weltbekannten Hauptattraktion des Parks gehört die Ansammlung von Totempfähle aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, geschnitzt von diversen Nordwestküsten-Indianerstämmen. Mittlerweile sind sie Eigentum der Stadt und großartige Kulisse für tolle Erinnerungsfotos!

Wenige Gehminuten entfernt, gibt es am Brockton Point eine historische, aus England stammende Kanone. Die „9 O´Clock Gun“ wurde 1816 in England gefertigt, und wird heute jeden Tag abends um 21 Uhr gezündet. Einst bedeutete der Schuss für anliegende Fischer Feierabend, heute ist sie ein historisches Traditionsüberbleibsel aus vergangener Zeit. Der 1914 erbaute Leuchtturm am Brockton Aussichtspunkt am Rand des Stanley Parks hat mir beim ersten Besuch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert – neben der Lost Lagoon, mit ihrer Wasser Fontaine in der Mitte, erinnerte mich der Turm doch schon sehr an das heimische Bild Norddeutschlands. 

#BrocktonPoint #Lighthouse #LionsGateBridge #StanleyPark #Vancouver Ein von Instagram Vancouver (@instagramvancouver) gepostetes Foto am

Von hier aus hat man auch einen tollen Blick auf die östliche Seite des Stanley Parks, die Lions Gate Bridge und Nord/West Vancouver!

Vom Trail zum Beach

Die Jugend Vancouvers zieht es vornehmlich zu einen der drei Strände im Stanley Park. Der Second Beach ist einer der beliebtesten, und hat auch ein zugehöriges Meeresfreibad mit temperierten Schwimmbecken.

 

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Ein von Yaryna Humen (@yarynahumen) gepostetes Foto am

Er liegt am westlichen Anfang des Stanley Parks. Gerade in den Abendstunden hat man von hier eine traumhafte Aussicht auf die atemberaubenden Sonnenuntergänge Vancouvers. Auch für Picknick Gelegenheiten ist reichlich gesorgt. Der Third Beach, weiter nördlich gelegen, ist etwas kleiner, aber genauso schön! Folgt man dem Seawalk von dort weiter – immer im Uhrzeigersinn, so stößt man auf eine kleine Stadt Sehenswürdigkeit – den Siwash Rock. Ein außergewöhnliches Steingebilde, das gut 18 Meter aus dem Wasser ragt und unter Einheimischen als eines der vielen Naturwahrzeichen der Stadt gilt. Die Südwesten Ureinwohner, die Squamish, nennen ihn einfach „Slahkayulsh“, was „er steht aufrecht“ bedeutet.

Siwash Rock

Urheber des Bildes Finn Markson „Siwash Rock“

Der Stadtpark hat sehr viele Bäume, doch kein einziger wurde so oft abgelichtet, wie der „Hollow Tree“. Der Baum ist eine gut 800 Jahre alte Rotezeder, die aufgrund bekundeter Sicherheitsbedenken nach dem starken Windsturm 2006 zum Abholzen freigegeben wurde. Doch galt sie seit den Anfängen der Stadt, für viele als Wahrzeichen und sollte weiterhin als eine Attraktion des Parks erhalten werden. So wurde der Baum durch private Spenden 2009 gesichert und somit für viele weitere Generationen erhalten.

#beautifulbc #thelifestyle Ein von Tracy Huck (@hula_lula) gepostetes Foto am

Neben den vielen Orten die zum Verweilen am Meer einladen, hat der Stanley Park auch zwei größere Seen, den Beaver Lake und die Lost Lagoon.

Lost Lagoon Stanley Park

Bild Urheber, Finn Markson Lost Lagoon

Zwei kleine Oasen in der Oase selbst. Am „Beaver Lake“ lassen sich in den Sommermonaten Bieber bei der Arbeit beobachten. Aber auch viele Vögel und Insekten tummeln sich im Resort, und im Sommer bedeckt ein Teppich aus Wasserlilien den See. Die Lost Lagoon erinnert sehr an ein Stück deutsche Heimat, die Innenlaster in Hamburg. Inmitten der Lagune liegt die „Jubiliee Fountain“, eine kleine Fontaine in der Mitte des Sees. Der See dient als klassischer Biofilter und ist Heimat vieler Tierarten.

 

Stanley Park Third Beach

Urheber Finn Markson, Third Beach

Zwischen der ganzen natürlich geformten Flora, schufen auch viele private Vereine, Gärten auf der Halbinsel. Es gibt einige, aber wirklich zu erwähnen ist der Rosen Garten, der um 1920 vom Kiwanis Club gebaut wurde und von Juni bis Ende Oktober zum Verweilen einlädt. Für die Portion englische Nostalgie und Klassik sorgt der Shakespeare Garden, der nicht weit vom Rosen Garten liegt. Hier kann man sich inmitten des Stanley Parks auf die Spuren eines Dichters begeben und „In tiefster Einsamkeit empfind‘ ich selbst am tiefsten.“ – Manier, Flora aus seinen Gedichten und Stücken erkunden.

Ganz egal ob du nach einer Freizeitaktivität und dem romantischen Sonnenuntergangs Spaziergang suchst oder einfach nur dem Stadtrummel entkommen möchtest, im Stanley Park wirst du fündig – denn hier atmet Vancouver auf!

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