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Sir Captain George Vancouver Perle

Vancouver North View

Sir Captain George Vancouvers Perle

Als Captain George Vancouver 1792 das Stück Land entdeckte, auf dem heute die westkanadische Pazifikmetropole Vancouver liegt, muss er geahnt haben, welch atemberaubende Perle er fand.
Heute, einige Jahrhunderte später, ist aus dem ehemaligen Holzfällercamp eine Metropole gewachsen, die ihres Gleichen sucht. Spätestens mit der Gründung einer transkontinentalen Eisenbahn und der Endstation am Pazifik, wuchs die Stadt unaufhaltsam weiter. Mittlerweile zählt sie 2,3 Millionen Einwohner und ist damit Kanadas größte Hafen und Wirtschaftsmetropole am Pazifik. Grün spiegelnde Glastürme und gepflegte Gartenanlagen prägen das Stadtbild.

So gehört Vancouver zu den bedeutendsten Kulturzentren der Westküste und gilt als das Tor Kanadas nach Asien. So lässt sich der Einfluss fremder Kulturen an den verschiedensten Ecken wahrlich spüren.
Neben einem Chinatown Bezirk, haben sich vor allem Indische und Ostasiatische Kulturkreise in das Bild der Stadt integriert. Das auf einer Halbinsel gelegene Stadtzentrum ist umgeben von zwei Meeresarmen, dem False Creek und Burrard Island.

Pulsierende Einkaufs Adern

Auf den Haupteinkaufsstraßen, der Robson Street und Granville Street, tummeln sich eine Vielzahl von Touristen und Einheimischen. Die breite Ladenpassage mit ihren kuscheligen Straßencafés und Restaurants, ist das Shopping Paradise der Stadt und lädt definitiv zum gemütlichen Bummel ein. Wer nach einem Stück Heimat in der Ferne sucht, der wird zwischen Burrard Street und Bute Street fündig. An der bekannten Robsonstrasse ließen sich viele deutsche Einwanderer nieder und eröffneten Geschäfte und Restaurants mit heimischer Küche. Granville Street ist eindeutig die urigere Straße von beiden. Im 20. Jahrhundert war sie für das wohl größte Neon Schild der Welt bekannt und einer Vielzahl an Freizeitangeboten. Heute ist die Fußgängerzone Mittelpunkt der Theater, Kino und Club Kultur Vancouvers. Neben den eher bekannteren Vogue und dem Orpheum Theater, tummelt sich hier die Jugend der Stadt am Wochenende in den angesagten Nachtclubs. Ein wirklicher Geheimtipp ist das Café Crepés – hier gibt es Bier mit Crêpe im Menü? Klingt auf den ersten Blick komisch, ist aber bei Weitem die leckerste Kombination auf dem Granville Strip!
Die beiden Straßen kreuzen sich am Robson Square, eine von Vancouvers Art Galerie geflankte Gläserne Kuppel, dessen Inneres in den warmen Monaten zu Salsa und Rollschuhfahren und im Winter zum Schlittschuhlaufen einlädt – Vancouvers pulsierendes Herz. Neben diversen angebotenen Aktivitäten sitzt hier auch der Puls der Street Dance Szene, die mit diversen Events das Publikum anzieht.

Canada Place Street Dance Festival

Urheber, Finn Markson „Street Dance Festival Robsonsquare

Umgeben ist der Robsons Square von der Pacific Centre Mall und von einer Außenstelle der UBC – der University of British Columbia. Der Hauptcampus befindet sich etwa 10 Kilometer entfernt von Vancouver Downtown, mit traumhaftem Blick auf English Bay. Die Universität beherbergt mit Ihren knapp 60 Tausend Studenten eine Vielzahl von internationalen sowie kanadischen jungen Menschen, die es von überall her an die Küste zieht.

Vancouvers grüne Lunge

Wer dem Stadtrummel entkommen möchte, der sucht in der grünen Lunge der Stadt Vancouver, dem Stanley Park, Erholung. Ob als Jogger, Familie oder nachdenklicher Student, hier findet jeder die Portion Ruhe, die er benötigt. Wer viel Zeit mitbringt, sollte den knapp 11km langen Rundkurs am Rand des Parks entlang gehen, hier spürt man die Naturverbundenheit Vancouvers wirklich. Aber auch Sehenswürdigkeiten-Jäger kommen hier auf ihre Kosten; eine Insel, die unter Historikern als der Ausgangspunkt Kapitäns Vancouvers gilt und heute noch sein Schiff beherbergt, bietet am Halleluja Point bei Nacht einen einzigartigen Blick auf die Skyline Vancouvers. Wer von Deadman´s Island rüber auf den Stanley Park schaut, kann bei Tag einen Blick auf die eindrucksvollen Totempfähle im Stanley Park erhaschen. Die aus dem 19 . bzw. frühen 20 Jahrhundert stammenden Schnitzereien, sind Kunstwerke der Nordwestküsten-Indianerstämme und zieren seit 1912 den Park.

Lost Lagoon

Urheber, Finn Markson „Lost Lagoon

Meerverbundenheit

Diese einmalig schöne Pazifikstadt, hat natürlich nicht nur funkelnde Hochhäuser, Shoppingstraßen und Grün zu bieten! Wen es ans Meer zieht, hat zudem eine große Auswahl an Stränden. Neben dem English Bay Beach und dem Sunset Beach Park, ist der im Suburb liegenden Kitsilano Beach noch eine echte Geheimadresse und von Einheimischen für diverse Sommeraktivitäten gern besucht. Im Norden Vancouvers, gibt es ebenfalls ein interessantes Küstenleben. Einen besonderen Eindruck hinterlässt der Jachthafen Coal Habour, neben einem super empfehlenswerten Fischrestaurant, dem Carderos, finden sich vor allem Apartments der Superklasse und ein Spitzenhotel, das 4- Sterne Hotel Westin.

Weiter östlich, stößt man auf eines der prägnantesten Gebilde der Stadt Vancouver, den Canada Place. Ein Gebäude, welches einem riesigen Schiff gleicht, und zugleich als Hotel, Kongresscenter und Anlagestelle für Kreuzfahrtschiffe dient. Neben den exklusiven Geschäften, findet sich im Inneren des „Schiffbauches“ ein hochmodernes IMAX Theatre.

Vancouvers Canada Place

Urheber, Finn Markson „Kongresszentrum Canada Place“

Am Nordende der Granville Mall liegt der Habour Centre Tower, von dessen obersten Stockwerk man einen erstklassigen Blick auf Vancouver erhält. Folgt man dem nördlichen Küstenrand stößt man am Ostrand des Bankenviertels auf einen der ältesten Stadtabschnitte Vancouvers – Gastown. Namensgeber der liebevoll restaurierten Straßenabschnitte ist der Saloon Betreiber John Deighton, der unter Einheimischen wegen seiner ausschweifenden Monologe auch als Gassy Jack bekannt war. Heute prägen die alten, im viktorianischen Baustil errichteten und restaurierten Lagerhäuser um den Saloon das Bild. Ein Abstecher in die anliegenden Restaurants und Boutiquen ist ein Muss. Für Hungrige findet sich in “Vera´s Burger Shack”, Vancouver’s Best Cheesy Chilly Burger. Sightseeing Jäger aufgepasst: hier findet sich die berühmte Steam Clock, die alle Viertelstunde die Zeit zum Dampfen bringt!

Zwischen Kultur und Gemüsestand

Eine Adresse in Vancouver, die man unter keinen Umständen ausfallen lassen darf, ist Granville Island! Das ehemalige Industriegelände im Südwesten der Stadt ist heute Mittelpunkt der Künstler und Handwerkszene. Atmosphärische Ladenfenster hinter denen Künstler ihrem Werk nachgehen, urige Restaurants und nicht zu vergessen der einmalig, lebhafte Granville Public Market – ein täglicher Wochenmarkt. Zwischen den Menschen, die auf der Suche nach frischem Obst und Gemüse aus aller Welt sind, finden sich in den warmen Sommermonaten Straßenkünstler, die um die Gunst der Touristen kämpfen.

Granville Island Public Market

Urheber, Finn Markson „Granville Island Public Market

An den Ständen finden sich definitiv Vancouvers bester Fisch und Meeresfrüchte, direkt aus dem Pazifik. Für den schnellen Hunger zwischendurch kann man nur den Hotdog mit deutschem Sauerkraut am Stand „Kaisereck Delicatessen“ empfehlen – urige Kombination und einmaliger Geschmack. Auch für die Naschkatzen gibt es allerhand Süßwaren. Der Donut Stand „Lee´s Donut“, bietet eine außergewöhnliche und leckere Auswahl – so wie dem „Hot Honey-dip“- Donut oder dem saisonalen Pumpkin Donut! Neben den vielen deutschen Auswanderern findet sich auf Granville Island auch eine Brauerei, die sich an das deutsche Reinheitsgebot beim Brauen ihres Bieres hält, die Granville Island Brewery. Hier finden auch Führungen statt. Das Bier, dies sei an dieser Stelle erwähnt, ist mehr als ein Stück flüssig Heimat – besonders das Granville Island Cypress Honey Lager, hat es uns angetan!

 

Captain George Vancouver muss es gewusst haben, gewusst haben, was aus dem Stück Land, was er entdeckte, wachsen würde. Sie ist schon längst nicht mehr nur seine Perle, auch wir haben uns unsterblich verliebt in die Metropole am Pazifik – doch was ist mit dir?

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2 Kommentare

  • Reply
    Sophie
    Oktober 19, 2015 at 8:36 am

    Oh wie toll, der Stanley Park gehört auch zu meinen Lieblingsplätzen! Ich habs leider nicht mehr auf Deadman´s Island geschafft! Dafür hatte ich auch ein Bier der Granville Island Brewering! Mhhhh, dabei mag ich eigentlich gar kein Bier!

    Viel Spaß noch, Sophie

    • fmoeller
      Reply
      fmoeller
      Oktober 28, 2015 at 8:34 am

      Hallo Sophie, schön dass dir das Bier genauso gut gefallen hat wie mir! Stanley Park muss man auch einfach lieben!

      Liebe Grüße, Finn

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