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Kitsilano – wahrer West Coast lifestyle

Kitsilano Strand

Kitsilano – wahrer West Coast lifestyle

Zum Einzugsgebiet Vancouver gehören einige an den Pazifik angrenzende Nachbarschaften. Größere, suburbane Lebensräume wie Richmond, Burnaby und New Westminster, vereinen stätische Nähe mit familiärer Umgebung. Ein Stadtteil hat es mir aber besonders angetan – Kitsilano oder von den Einheimischen einfach nur als Kit´s abgekürzt, ist eine zur südlichen Seite der English Bay angrenzende Nachbarschaft – die vor allem für ihren tollen Strand bekannt ist.

Klar definierte Grenzen der „Hood“, schaffen ein sehr enges und familiäres Gefühl, und jeden den man fragt, ob er oder sie in Kitsilano lebt, bejaht dies voller Stolz.

Entstehung einer suburbanen Kultur

Namensgeber und Former von Kitsilano, Sir August Jack Khatsahlano, war ein auf Stanley Park geborener Chief der Squamish Bevölkerung. Während seiner Lebzeiten arbeitete er eng mit den ersten Siedlern zusammen und erklärte die Geschichte und Tradition seines Volkes, die der First Nation.

Die ersten Siedler formten hier Anfang des 19. Jahrhunderts eine Holzindustrie mit Sägemühlen. Das Gebiet war, bevor die Regierung es 1908 verbot, beliebtes Campingresort für die Bewohner der Halbinsel. Mit zunehmender Erschließung und Bebauung des Stadtteils mit Downtown blühte der Suburb auf – spätestens aber mit der Erbauung der Burrard Bridge 1932. In den frühen 60´er Jahren entwickelte sich der Stadtteil zu einem durchaus bezahlbaren Flecken Vancouver, samt einzigartigen Lebensgefühl. Heute formen viele öffentlich zugängliche Flächen die Nachbarschaft, was nicht zu Letzt den Planern Harvey Hadden und Sam Greer zu verdanken ist. Sie wollten vorallem den tollen Strand für die Öffentlichkeit wahren, retteten Flächen vor der Bebauung und erhielten so viele Grünflächen für spätere Generationen. Viele Studenten, junge Familien und auch Absolventen der umliegenden Universitäten verschlug es seither nach Kits. Im Osten grenzt die Burrard Street an Kitsilano, im Süden schließt die 16th Avenue an und im Westen bildet Alma die Grenze. So wurde dieses Gebiet ebenfalls zum Lebensmittelpunkt einer ganzen Hippie Bewegung, und Freizeitoase für die in Downtown lebende Bevölkerung. Kits wuchs zu einem lebendigen und familienfreundlichen Teil Vancouvers heran. Hier entstand 1971 eine von Friedensaktivisten ins Leben gerufene Gemeinschaft, die sich seither gegen Umweltverschmutzung stark macht. Durch Kampagnen gegen Walfang und Kernkraft wurde Greenpeace weltbekannt. Die Gründer hatten ihr erstes Treffen in einem Büro Hinterzimmer auf der 4th Avenue, natürich in Kits. Auch Institutionen wie Vancouvers Top Adresse für vegane und vegetarische Ernährung, das „The Naam Restaurant“ (2724 4th Ave West) gehören zu regionalen Größen. Es räumt nun schon seit mehr als 50 Jahren eine lokale Auszeichnung nach der anderen ab und ist fester Bestandteil der Hood. Ebenso wie das „Las Margaritas Restaurante Y Cantina“ – ein Laden auf der West 4th Avenue, das einem eines der besten mexikanische Essen Vancouvers serviert. Läden, die das Lebensgefühl Kisilanos so besonders machen.

Sportlich, jung und natürlich dynamisch

Bevor wir uns jetzt aber wieder dem Essen widmen, gibt es noch einiges an sportlichen Aktivitäten zu erledigen. Der Kitsilano Beach gehört zu einem meiner Lieblingsorte im Sommer. Dort zieht es auch ausschließlich Einheimische hin, es gibt wenige Touristen, dafür umso mehr Studenten, die ausgelassen den Abend oder das Wochenende beginnen. Direkt am Strand gibt es ein paar Volleyball Plätze, einige von Unzähligen, verteilt in Vancouvers Umgebung. Hier kann man auch die ersten Sprachbarrieren überwinden und Kontakt zu Leuten im selben Alter knüpfen. Wer mehr auf Tennis steht, egal ob Anfänger oder Profi, wird auf den Tennisplätzen am Strand fündig. Besonders beliebt im frühen, wie späten Sommer – Hauptsache der Wind stimmt – ist das Windsurfen oder Kitesurfen auf den Spanish Banks. Hier kann man sich auch direkt bei der Stadt Vancouver nach Kursen erkundigen , und sich von einem erfahrenen Lehrer das Surfen beibringen lassen. Wem eher langsame Wassersportaktivitäten liegen, der sollte sich unbedingt am StandUp Paddeln erproben. Super lustige Sache und am besten mit den neu gewonnenen Freunden ausprobieren! Für alle, die mehr nach Ruhe und einem Tag am Strand suchen, hat der Kitsilano Beach auch diverse Liegemöglichkeiten, jedoch sei erwähnt, dass der typische Vancouvertie voll auf Sport und Action abfährt und der Kits Beach, der optimale Ort dafür ist. Zwischen Juni und frühen September wird der Strand auch von einem Rettungsschwimmer überwacht, so können auch Eltern beruhigt den Tag genießen. Wem das Meer zu kalt ist, der kann auch in den 1931 eröffneten Kitsilano Pool, direkt mit Meerblick steigen. Er gehörte einst zu den größten Amerikas, und fasst 13,24 Millionen Liter Wasser.  

  Last week of Kits pool! #kits #kitspool #swimmingfun   Ein von Oatt Dwalker (@mfieldwalker) gepostetes Foto am

Bei meinem letzten Besuch, wurde nahe des Strandes das wöchentliche „Kits Space Beach Yoga“ abgehalten – ein Trend der spätestens seit der Eröffnung des ersten Fitness und Yoga Studios in Kits zunimmt – hier treffen sich wöchentlich hunderte Menschen und nehmen an der kostenlosen öffentlichen Yoga Stunde teil, unter freiem Himmel. Nicht nur schön anzusehen, auch eine spaßige Alternative zu traditionellen Möglichkeiten sich zu verausgaben.

Soaring together with Jody #beachyoga #locust #kitsspace #kitsilano

Ein von Kits Space (@kitsspace) gepostetes Foto am

Die Saison ist immer zwischen Juni und September und findet immer mehr Anhänger. Zudem sind die Initiatoren dieser Events auch Veranstalter des „KitsFest (Informationen, kein Sponsor)„, dem Sport Festival im Stadtteil. Mit einem großen Angebot an sportlichen Aktivitäten – Basketball, Tennis, Volleyball und Sunset Yoga, ziehen sie jedes Jahr unzählige Menschen an den Strand – es lohnt sich also mal vorbeizuschauen! Zu guter Letzt, Kitsilano zählt sich selbst zu „DER“ besten Stadt für Laufsportarten. Abseits der Metropole, bietet die Nachbarschaft Kits eine der tollsten Routen, entlang einer traumhaften Meeres Szenerie. Gerade deswegen zieht es einen wirklich großen Teil der Bevölkerung raus zum Laufen – wirklich beeindruckend. Umliegende Läden für Läufer und die passenden Kliniken, ergänzen das Angebot.

Dining in Kits

Natürlich darf in einem ausführlichen Nachbarschaft Check, nicht der Anteil an kulinarischer Möglichkeiten fehlen. Zu den Klassikern der Gegend gehört das „The Oakwood Canadian Bistro“, perfekt fürs Frühstück vor einer sportlichen Tat am Morgen. Es gibt einige neue, vielversprechende Läden, wie das Fable auf der 4the Ave. Die Preise liegen etwas über einem Studenten Budget, aber das was ich bis jetzt gesehen und gehört habe, ist vielversprechend. Wie aus „Alice im Wunderland“ kommt „720 Sweets“ daher. Das zwischen Blenheim und West Broadway liegende Eiscafé, erfindet das Eis nicht neu, kreiert aber außergewöhnlichen Dekor und Geschmack, seht selbst:

Damit Kits, auch seinem Maritimen Charakter gerecht wird, gibt es hier noch einen tollen Laden aus der Kategorie „Fisch und Meeresfrucht“, die „Chewies Steam & Oyster“ – Bar auf der 1st Ave. Ist auf jeden Fall frisch und lecker! Preislich liegt es im Mittelfeld, und ist für Fisch vollkommen in Ordnung. Die Bierkarte ist regional ausgelegt, und das „Whistlers Forage Gluten Free Lager“ schmeckt sensationell lecker!

Shopping in der Nachbarschaft

Den Abschluss macht heute die Shoppingszene von Kitsilano. Zugegebenermaßen – hier steppt nicht der Bär, was große Shopping Oasen angeht. Das Straßenbild ist mehr von kleinen Boutiquen und Coffee Shops geprägt. Dazwischen vereinzelnd Buchläden und einige lokale Outlets. Der meiste Trubel spielt sich auf der West 4th ab. Dort sind auch die meisten, der oben benannten Restaurants gelegen. Immer gepaart mit einem Sportgeschäft; soll wohl für ein schlechtes Gewissen sorgen.

Wen es von außerhalb nach Kitsilano zieht, der ist meist auf der Suche nach einer sportlichen Ergänzung zum stressigen Alltag. Kits bringt auf den Punkt, was Vancouver nach außen hin vermitteln möchte – sportlich, naturverbunden, jung und dynamisch – Vancouver halt.

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3 Kommentare

  • Reply
    Thomas P.
    November 4, 2015 at 7:17 am

    Hey Du, toller Artikel! Erinnert mich sehr an meine Zeit in Vancouver! Schreib fleißig weiter, ich freue mich! Liebe Grüße, Thomas

  • Reply
    Sandra
    November 4, 2015 at 7:19 am

    Ich kann mich nur meinem Vobeitrag anschließen! Vancouver ist so atemberaubend toll! Kitsilano hat mir viele schöne Stunden beschert, ich hatte unweit vom Strand ein kleines Hostel von Freunden vermittelt bekommen! So war der Weg zum Strand nicht weit!

    Das Eis sieht traumhaft aus! Muss ich dringend bei meinem nächsten Besuch probieren!

    LG, Sandra

    • fmoeller
      Reply
      fmoeller
      November 18, 2015 at 2:51 pm

      In Kitsilano trifft man auch einfach bei jedem Besuch so wundervolle Menschen! Ja, Hostels sind im Vergleich zu Vancouver Downtown, aber dazu kann Alina mehr sagen!

      Das Eis sieht nicht nur so aus, es ist auch einfach traumhaft! *_*

      Danke Sandra, liebe Grüße aus Vancouver,
      Finn

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