Abenteuer

Grouse Grind Trail – Vancouver Adrenalin pur

Grouse Mountain Ground Grind

Grouse Mountain Grind Trail – Vancouver Adrenalin pur

 

Einmal nach Kanada, einmal die atemberaubende, unberührte Landschaft Nordamerikas sehen, Pancakes mit Ahornsirup – einmal, ein richtiges Abenteuer erleben!
Das Vancouver viel zu bieten hat, ist klar. Nicht nur für Wintersportler, Sehenswürdigkeiten Jäger – nein, auch für Adrenalin Junkies hat Vancouver Orte, Orte wie den Grouse Mountain und seinen Grind Trail. Eine Wanderroute, die zu einen der gefährlichsten der Welt gehört und eine Herausforderung für jeden, der gerne mit zwei Beinen auf festen Untergrund steht.
Die Einheimischen tauften die gut 2,9 Kilometer lange Wanderstrecke auf den Namen „Mother Nature’s Stairmaster“, die nicht nur eine körperliche Herausforderung darstellt. Für jeden Menschen mit Höhenangst, ist sie ein wahrlicher Kampf mit der eigenen Psyche. Die Route führt auf den 3700 feet hohen Berg, den Grouse Mountain, und ist damit einer der Aussicht – Hotspots der Stadt.


Auf zum Gipfel

Der Trail, dessen Eingang bunte Warnschilder zieren, beginnt gut 100 Meter rechts von der Grouse Mountain Skyride Gondola. Spätestens hier entsteht bei den Menschen ein erstes mulmiges Gefühl. Natürlich zieht der Track nicht nur Touristen an, auch Leistungssportler oder Einheimische nutzen die „Wanderroute“ zum morgendlichen Joggen. Der Platz vor dem Zugang dient erfahrenen Sportlern zum Dehnen.

Eingang zum Grouse Grind Trail

Bild Urheber Finn Markson Eingang zum Trail

Die ersten Meter auf der Strecke zeigen einem schon gleich, was dort noch kommen mag. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, denn immer wieder versuchen es Damen in Ballerina und müssen schnell feststellen, dass es hier kein (leichtes) Vorwärts geben wird. Denn ein Zurück ist auf Grund des steilen Aufstieges später strengstens untersagt. So gibt es einmal angefangen kein Zurück mehr, auch nicht für mich. Eine erste Brücke überquert, beginnt der Aufstieg zum Gipfel. Über Steine, dicke Baumwurzeln und von Menschenhand gelegte hölzerne Stufen. Die ersten 15 bis 20 Minuten sind entscheidend und spätestens nach der zweiten Brücke, die über einen ausgetrockneten Wasserfall führt, merkt man, dass dies keine einfache Wanderstrecke ist. Schilder zeigen den Steigungsgrad und die bereits zurückgelegte Strecke, schaffen Erleichterung oder auch Entsetzen darüber, doch erst ¼ geschafft zu haben. Hat man erst die „Third Quarter“ Marke überschritten, kommt man nicht mehr um den steilsten Abschnitt der ganzen Route herum. Hier befinden sich wirklich gefährliche Abschnitte, die mit viel Leichtsinnigkeit, auch schon Leben kosteten. Also Vorsicht! Der Weg führt hier entlang große Felsen, ohne Absperrung oder Sicherung nach unten. Doch sind diese einmal überwunden, schafft die Ankündigung des letzten Abschnittes wieder neue Kraft und Motivation, auch die letzten Meter zu überstehen.

Trail Abschnitt 1/2

Bild Urheber Finn Markson

Einmal aus dem Unterholz raus, gelangt man schnell auf befestigte Straße zum Ziel des Hikes und kann sich zu den knapp 150.000 Touristen zählen, die den „Grind“ überlebt und bezwungen haben. Der Weg führt weiter zum Observatorium des Grouse Mountain. Von hier aus gelangt man mit dem SkyDrive, per Gondel auch wieder hinunter. Das Standard Ticket, die sogenannte „Alpine Experience“ umfasst eine „Lumberjack Show“, die echt sehenswert und lustig war, und ein Betreten der Aussichtsplattform mit Blick auf English Bay und Vancouver City. Für Jugendliche kostet dies zwischen 13 – 18 Jahren gut 25 CAD$. Für Erwachsene kostet es gut 20 Dollar mehr und ist in den Monaten März bis September für Besucher geöffnet. Nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber sehr lohnenswert!

Grouse Grind Trail Offizielle Webseite

Link führt zur offiziellen Seite des Grouse Mountains (Kein Sponsoring!)

 

Tierverbundenheit und Action am Grouse Mountain

Der Grouse Mountain beherbergt zudem auch eine Auffangstation für Grizzly Bären Waisen – mit ihren Stars Coola und Grinder, informieren die Ranger der Station über die Art und versorgen Touristen wie Einheimische mit wertvollen Fakten. Wichtige Aufklärung auch für unerfahrene Abenteurer. Wann ist ein ausgewachsener Grizzlybär nur am Spielen, und wann sollte man lieber Abstand halten? Aber auch Wölfe und Bienen hält der Park, immer mit einer interaktiven Schnittstelle für seine Besucher.

Wer nach mehr Action sucht, dem wird auch fern der tierischen Attraktionen einiges geboten. Mit der 80km/h schnellen Zipline vor atemberaubender Kulisse entlang rasen und mit einem Guide gut zwei Stunden verschiedene Routen am Grouse Mountain erklimmen – „Supernatural Speed“, tituliert der Anbieter. Oder doch vielleicht den Abstieg mit einem Tandem Paragliding Sprung wagen?

Lumberjack Show auf dem Gipfel

Bild Urheber Finn Markson

Atemberaubender Abschluss

Ganz egal, was euch oder die Touristen auf den Hausberg Vancouvers treibt, am Ende vereint eine Tatsache alle wieder – der einmalige Ausblick auf Vancouver und Umgebung. Während meines Aufstieges habe ich kurz erschöpft gezweifelt, doch dieser Ausblick hat für jegliche Anstrengung entschädigt.

Aussicht aus der Gondel

Bild Urheber Finn Markson, Gondel Abfahrt

Wem die öffentlich zugängliche Aussicht vom Plateau oder dem Chalet, dem Restaurant im Observatorium nicht reicht, der kann für zusätzliche 15 CAD Dollar auf das weltweit einzige Windrad mit 360 Grad gläserner Aussichtskabine steigen, und von dort die Sonne hinter Vancouver untergehen sehen. Der Abstieg erfolgt dann mit dem „Skyride“, die Fahrt mit der Kapsel ist im Ticket inklusive, aber weniger spektakulär und leider viel zu schnell vorbei. Unten angekommen geht der erste Blick Richtung Gipfel, ein demütiger wie erleichterter – Bezwinger des Grouse Mountain.

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