Vancouver

British Properties – Vancouvers vornehme Touristenadresse

British Properties - Aussicht auf Vancouver

British Properties – Vancouvers vornehme Touristenadresse

Einst kaufte der Brauerei Magnat Guinness im Norden der Stadt gut 2000 Hektar Land – sie schufen Wohnraum für wohlhabende, englische Siedler – das heutige British Properties.
Die traumhaften Immobilien am Hang des Grouse Mountain waren lange Zeit nur weißen Engländern vorbehalten. Rassismus, der in Vancouver bis heute abgestritten wird, jedoch bis in die frühen 90er Jahre noch in einigen Kaufverträgen zu finden war. So war klar geregelt, dass einzig „whites-only“ und “no Asiatic, Negro or Indian […].” hier leben durften.

Wenn Bier eine Stadt wär

Die Brauerei Guinness formte in den British Properties viel – beteiligte sich auch finanziell an der Erschließung des nördlichen Vancouvers. So wurde 1938 die „First Narrows Bridge“ eingeweiht. Unter Einheimischen als Lions Gate Bridge bekannt, ist sie nicht nur das Tor zum Norden, sie wurde auch von Guinness in Auftrag gegeben und finanziert.

Die Stadt vereinbarte wegen der anhaltenden Weltwirtschaftskrise mit der Brauerei, dass so viel Material wie möglich aus der Umgebung Vancouvers verwendet werden musste. Auch sollten vornehmlich Einheimische für den Bau beschäftigt werden, um die Folgen der Krise zu mildern. Heute bewachen zwei riesige Bronze Löwen den südlichen Eingang zum Wahrzeichen des Nordens. Gleich nach der Abfahrt steht Kanadas erste, voll überdachte Shopping Mall. Sie wurde 1950 in  British Properties eröffnet und gehörte bis in die späten 80er der Guinness Familie – die sie nach einer Londoner Nachbarschaft benannten – Park Royal. Die in „South“ und „North“ geteilte Mall fand ihren Ursprung um die vom Vancouver Gouverneur gegründete Kaufhaus Kette: „Charles A. Woodward“. Heute bezeichnet sich das Shoppingmanagement selbst, als eine „Five Star“ Shopping Möglichkeit, und baut gerade fleißig an seinem Image. Das „Park Royal Village“ empfand ich als die wesentlich angenehmere Möglichkeit zum Shoppen im Norden der Stadt. Sie liegt auf der anderen Straßen Seite, auf der Main Street und gehört zum gleichen Unternehmen wie die Mall selbst. Wer das erste Mal in Vancouver oder Kanada ist, sollte unbedingt einen Blick in den „Whole Foods Market“ werfen. Kein gewöhnlicher Supermarkt, hoher Qualitätsstandard, riesige Auswahl und alles gesund – auch wenn man nicht selber kochen will, hier gibt es großartige Sandwiches und sonstige Snacks.

British Properties – Sehenswertes North West Vancouver

Weg vom Essen, hin zu den wahren Sehenswürdigkeiten der British Properties. North Vancouver und der Stadtteil British Properties bietet Touristen eine Vielzahl an faszinierenden Orten. Der kleine „Hugo Ray Park“, geht über in den Capilano River. Seinen Ursprung findet der Fluss in den Coast Mountains und mündet im Burrard Inlet. Beliebt bei Kajakern, birgt der Fluss der Klasse III, an manch einer Stelle aber auch Risiken, besonders bei Hochwasser. Etwa 10 Minuten nördlich, fließt der Fluss durch den „Capilano River Regional Park“, der die Topattraktion der Nachbarschaft beherbergt. Mit gut 800.000 Besuchern jährlich, ist die „Capilano Suspension Bridge“, ein wahrer Touristenmagnet. Hier kann man den 70 Meter tiefen Canyon mit einer Hängebrücke überqueren und so in den angrenzenden Regenwald gelangen. Zu verdanken haben wir das dem schottischen Ingenieur: George Grant Mackay. Er erwarb, als Verantwortlicher für Vancouvers Grünanlagen, Land um den Canyon und errichtete auf seinem Grund eine kleine Hütte. Der Geschichte nach halfen ihm bei der Erschließung seiner Hütte, zwei Indianer und zwei Pferde. Gemeinsam errichteten sie aus Zedernholz eine Hängebrücke und überspannten so den tiefen Canyon. Unter den First Nation war die Brücke des Ingenieurs als „Laughing Bridge“ bekannt, weil sich das Ächzten des Holzes im Wind wie ein Lachen anhörte.

Capilano Supspension Bridge

Capilano Supspension Bridge Bildurheber, Finn Möller

Weitere Besitzer des Landes formten nach Mackays Tod das Stück Land zu einer Attraktion. So findet sich heute dort eine der größten Privatsammlung indianischer Totempfähle. Von der damaligen Brücke ist heute nicht mehr viel übrig. Diverse Renovationsmaßnahmen haben die Brücke zu einem sicheren Ausflugsziel gemacht. Weitere Attraktionen des Parks sind das „Treetops Adventure“. Ein Konstrukt von Hängebrücken, welches diverse Douglasien Fichten miteinander verbindet. Die neuste Errungenschaft ist der sogenannte „Cliffwalk“. Ein Weg, der seine Besucher entlang eines gläsernen Halbkreises über dem Abgrund des Canyon hinweg führt – nichts für schwache Nerven! Für Studenten gibt es mit gültiger Student ID Card einen angenehmen Rabatt. Der normale Eintritt ist mit 37,95 CAD $ nicht günstig, die Erlebnisse im Park entschädigen aber auf jeden Fall. Wer von Hängebrücken und schwindeliger Höhe nicht genug bekommt, der kann auch sein Abenteuer im Capilano River, mit der „Lynn Canyon Suspension Bridge“ kombinieren. Eine Hängebrücke weiter östlich am Rand des Stadtteils British Properties. Der Eintritt ist frei und mit gut 50 Metern über dem Boden, mindestens genauso ein Erlebnis! Der angrenzende „Lynn Headwaters Regional Park“, ist Vancouvers größter Regional Park und hat eine große Anzahl an Wanderstrecken – von leicht bis zu anspruchsvoll. (Dort findest du eine Übersichtskarte ) Hier spielten sich während meiner Reise besondere Sommererlebnisse ab. Der von Familien und Schulklassen gut besuchte Park, ist das Top Ausflugsziel im Sommer.

Wer auf der Suche nach Adrenalin Momenten ist, der wird beim „30 Foot Pool“ fündig. Das smaragdgrüne, kristallklare Wasser, ist bei Klippenspringern, die sich von den umliegenden Felsformationen ins kühle Nass stürzen beliebt.

Die Capilano Park Road führt zur „Salmon Haterchy“. In der Aufzuchtstation für Lachse können Besucher sich über das Leben des Fisches informieren und Lachse zwischen Juli und Oktober beobachten, wie sie die künstlich angelegten Fischtreppen hinauf wandern.

Auf zu anderen Ufern

Zu den sieben Nachbarschaften von British Properties gehört auch die kleine Hafenstadt „Horseshoe Bay“. Umgeben wird die Stadt in der Bucht von einer malerischen Bergkulisse. Sie ist ebenfalls Haltestelle der „BC Ferries“. Von hier aus legen die Fähren über nach Nanaimo, auf Vancouver Island, aber auch an die Sunshine Coast – zur vorgelagerten Bowen Island. Als Fußgänger ist man für knapp 17 CAD $ One Way dabei. Für längere Vancouver Aufenthalte sehr zu empfehlen!

Gorgeous. Ein von angeconda (@angeconda) gepostetes Foto am

Sunshine Coast ☀️. #sunshinecoast #kanada #canada #sechelt #ocean #coastgravitypark @kilian_kemptner @nickiboy06

Ein von leo hiltner (@leo_hiltner) gepostetes Foto am

Zurück in West Vancouver gibt es in Nord Vancouvers ältesten Stadtteil „Lower Londsdale“, eine Menge an Restaurants, Märkten und Shops zu besuchen. Im ursprünglich für die Expo ´86 erbauten „Londsdale Quay Market“, finden sich hauptsächlich regionale Läden. In über 80 kleinen Geschäften findet man alles von der Languste, über die Drachenfrucht, bis hin zur handgemachten Schokolade. Besonders hier erkennt man die starke wirtschaftliche Verflechtung mit der Asiatischen Kultur. So wird Vancouver vielerorts scherzhaft „Hongcouver“ genannt. Außerdem ist hier der „SeaBus“ Terminal für West und Nord Vancouver, von dem man eine schnelle Anbindung von den British Properties nach Downtown Vancouvers hat.

sunshine // Jays // Canucks // Friday // all-around good vibes ✨ #friyayyy #lolo #lowerlonsdale #vancity #northvan ? @lechonman Ein von Lower Lonsdale (@lowerlonsdale) gepostetes Foto am

Wer nach einem anstrengenden Tag auf Sehenswürdigkeiten Jagd Entspannung sucht, und bei einem Spaziergang an der Küste den Sonnenuntergang Vancouvers erleben möchte, der sollte nach Dundarave, British Properties gehen. Dort kann man die abendliche Ruhe entlang des am English Bay liegende Seawalls genießen.

Beautiful morning sun in Vancouver

Ein von Robbert Faas (@robbert_faas) gepostetes Foto am

Als letzte, monumentale Sehenswürdigkeit des Nordens, ist der Hausberg Vancouvers zu erwähnen – Grouse Mountain. Ob man nur wegen der traumhaften Aussicht kommt, im Winter das sportliche Alpinabenteuer sucht oder sich am Grouse Grind Trail versucht, er ist und bleibt der ganze Stolz der Nord Vancouverites.

North Vancouver ist atemberaubend. Viele aus Downtown kommen von Zeit zu Zeit hier her, um sich zu erholen. Die Möglichkeiten sind so individuell, wie die Bewohner der idyllischen Vorstadt. British Properties ist ein starker Grund, warum mein Herz seit meiner Reise so sehr für Vancouver schlägt.

You Might Also Like

3 Kommentare

  • Reply
    Lena
    November 12, 2015 at 12:43 pm

    Wirklich sehr schön!

  • Reply
    Peter L.
    November 18, 2015 at 2:47 pm

    Gefällt mir, will auch unbedingt mal dort hin! Meine Mutter ist letztes Jahr in Vancouver gewesen, war ich ziemlich neidisch! Soll toll sein

    • fmoeller
      Reply
      fmoeller
      November 18, 2015 at 2:48 pm

      Es ist auch absolut sehenswert! Liebe Grüße!

    Eine Antwort hinterlassen

    Zur Reichweitemessung setzen wir Cookies ein. Wenn sie diese Website weiterhin besuchen, erklären Sie sich damit einverstanden Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen